Das Wichtigste in Kürze
- Die Querüberlappung auf dem Dach richtet sich nach der Neigung: ab 7° 200 mm, ab 12° 150 mm, über 20° 100 mm – unter 5° ist ein Querstoß nicht zulässig.
- Seitlich überlappen Trapezbleche konstruktionsbedingt eine Sicke.
- An der Wand gelten seitlich eine Sicke und im Querstoß 150 mm.
- Unter 10° Dachneigung gehört Dichtungsband in die seitliche Überlappung, zwischen 5° und 7° zusätzlich in den Querstoß.
- Am sichersten ist gar kein Querstoß: Bahnen in einem Stück von der Traufe bis zum First bestellen.
Trapezbleche sind eine beliebte Wahl für Dach- und Wandverkleidungen, doch ihre korrekte Verlegung ist essenziell für die Langlebigkeit und Dichtigkeit. Ein wichtiger Faktor dabei ist die richtige Überlappung der Bleche. Im Folgenden klären wir die optimalen Maße für Dächer und Wände.
In diesem Beitrag erfahren Sie:
- wie viel Zentimeter Trapezbleche auf Dach und Wand überlappen sollten
- welche Überlappung bei welcher Dachneigung gilt
- wie Sie die Überlappung richtig abdichten
Inhaltsverzeichnis
Überlappung bei Dächern
Die Überlappung von Trapezblechen auf Dächern hängt stark von der Dachneigung ab:
Dachneigung ab 7°: Im Querstoß überlappen die Bleche 200 mm, ab 12° genügen 150 mm, über 20° 100 mm.
Dachneigung 5° bis 7°: Auch hier sind 200 mm nötig – dann aber nur mit zusätzlichem Dichtungsband im Stoß. Unter 5° ist ein Querstoß nicht zulässig; die Bahnen müssen in einem Stück von der Traufe bis zum First laufen.
Seitliche Überlappung: Trapezbleche überlappen seitlich konstruktionsbedingt eine Sicke – beim 35/207er-Profil sind das 35 mm (1.070 mm Plattenbreite, 1.035 mm Deckbreite).
Bei Dachneigungen unter 10° gehört zusätzlich ein Dichtungsband in die seitliche Überlappung, damit kein Wasser per Kapillarwirkung in den Stoß zieht.
Welche Überlappung bei welcher Dachneigung?
Als Faustregel gilt: Je flacher das Dach, desto größer muss die Querüberlappung ausfallen, weil das Wasser langsamer abläuft – und unter 5° ist gar kein Querstoß mehr zulässig. Die folgende Übersicht fasst die Werte der Hersteller zusammen:
| Situation | Empfohlene Überlappung |
|---|---|
| Dachneigung unter 5° | kein Querstoß zulässig – Bahn in einem Stück |
| Dachneigung 5°–7° | Querstoß 200 mm mit Dichtungsband |
| Dachneigung ab 7° | Querstoß 200 mm |
| Dachneigung ab 12° | Querstoß 150 mm |
| Dachneigung über 20° | Querstoß 100 mm |
| Wand | Querstoß 150 mm |
| Seitliche Überlappung | 1 Sicke, unter 10° mit Dichtungsband |
💡 Am sichersten ist gar kein Querstoß: Wir fertigen Trapezbleche zentimetergenau, sodass eine Bahn in einem Stück von der Traufe bis zum First reicht.
Überlappung bei Wänden
Für die Wandverkleidung aus Trapezblech gelten ähnliche, aber leicht abweichende Anforderungen:
- Seitliche Überlappung: Auch Trapezbleche für die Wand überlappen seitlich eine Sicke.
- Querstoß: Übereinander gestoßene Bleche überlappen an der Wand 150 mm; verschraubt wird dort in der Tiefsicke.
Wie bei der Dachmontage ist auch hier die Verwendung von Dichtungsbändern in exponierten Bereichen ratsam.
Wie dichtet man die Überlappung ab?
Gerade bei flachen Dächern reicht die reine Überlappung allein nicht aus. Unter 10° Dachneigung wird deshalb ein Dichtungsband (2 × 12 mm) in die seitliche Überlappung eingelegt, das die Fuge zwischen den Blechen wasserdicht verschließt; die Antikapillarrille darf es dabei nicht unterbrechen. Im Querstoß ist das Band zwischen 5° und 7° Pflicht, darüber genügt die Überdeckung.
⚠️ Wird die Überlappung zu fest verschraubt, kann sich das Material verformen und undicht werden. Setzen Sie die Überlappungsschrauben (4,8 × 20 mm, bei Weckman-Profilen 4,5 × 22 mm) auf der Hochsicke – im Längsstoß rechnet Polmetal mit 4 Stück je laufendem Meter, im Querstoß mit 40–50 cm Abstand und einer Schraube in jeder Sicke – und ziehen Sie sie gleichmäßig, aber nicht zu stramm an.
Trapezblech mit Überlappung verlegen: Wie geht man vor?
Begonnen wird an der Traufe am Ortgang: Setzen Sie das erste Blech exakt rechtwinklig zur Traufe – geprüft mit Winkel oder Diagonalmaß, nicht nach Augenmaß –, lassen Sie jedes weitere Blech seitlich eine Sicke überlappen und halten Sie bei einem Querstoß die Überdeckung passend zur Dachneigung ein (100–200 mm). Neben der Überlappung entscheidet auch die Verlegerichtung der Profilbleche über ein dichtes Ergebnis.
Wichtig ist die Reihenfolge: erst ausrichten, dann verschrauben – mit korrosionsbeständigen Schrauben, im Überlappungsbereich gleichmäßig und nicht zu stramm. Bei Dachneigungen unter 10° legen Sie das Dichtungsband direkt beim Verlegen in die seitliche Überlappung ein (zwischen 5° und 7° auch in den Querstoß) und prüfen nach jeder Bahn, ob die Überlappung dicht und sicher sitzt.
Tipps und Tricks
Für eine perfekte Montage von Trapezblechen sollten Sie hochwertige Dichtungsbänder einsetzen, insbesondere bei flach geneigten Dächern. Achten Sie darauf, die Bleche stets exakt rechtwinklig zur Traufe auszurichten. Verwenden Sie korrosionsbeständige Schrauben und achten Sie darauf, die Überlappungsbereiche nicht zu fest anzuziehen, um Materialspannungen zu vermeiden. Arbeiten Sie immer systematisch von der Traufkante aus und prüfen Sie regelmäßig, ob die Überlappungen dicht und sicher sitzen.
FAQ – Trapezbleche-Überlappung
Seitlich überlappen Trapezbleche eine Sicke. Im Querstoß richtet sich die Überdeckung nach der Dachneigung: ab 7° 200 mm, ab 12° 150 mm, über 20° 100 mm; an der Wand 150 mm.
Ab 7° Dachneigung 200 mm, ab 12° 150 mm, über 20° 100 mm. Zwischen 5° und 7° sind ebenfalls 200 mm nötig, dann mit zusätzlichem Dichtungsband; unter 5° ist ein Querstoß nicht zulässig.
Die Querüberlappung (Querstoß) ist der Stoß in Fließrichtung des Wassers (oben/unten) und hängt von der Dachneigung ab. Die seitliche bzw. Längsüberlappung (Längsstoß) verläuft entlang der Sicken (links/rechts) und beträgt konstruktionsbedingt eine Sicke.
Unter 10° Dachneigung wird ein Dichtungsband in die seitliche Überlappung eingelegt, zwischen 5° und 7° zusätzlich in den Querstoß. Es verschließt die Fuge zwischen den Blechen wasserdicht.
An der Wand überlappen Trapezbleche seitlich eine Sicke, im Querstoß 150 mm. In exponierten Bereichen sind zusätzlich Dichtungsbänder sinnvoll.
Das Prinzip ist gleich: seitlich mindestens eine Welle, quer abhängig von der Dachneigung. Die konkreten Maße und Besonderheiten für Well- und Lichtplatten finden Sie im Beitrag „Wellplatten richtig überlappen – so bleibt das Dach dicht“.
Fazit
Die richtige Überlappung von Trapezblechen ist entscheidend für die Funktion und Haltbarkeit von Dach- und Wandkonstruktionen. Während die Maße bei Dächern stärker von der Neigung abhängen, sind sie bei Wänden meist einheitlicher. Beachten Sie stets die Herstellerangaben und verwenden Sie Dichtungsbänder für zusätzlichen Schutz. Wie es bei anderen Profilen funktioniert, zeigt Wellplatten richtig überlappen; worauf es beim Untergrund ankommt, klärt Unterkonstruktion von Trapezblechen.
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